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Weltweiter Gebetstag für verfolgte Christen am 8. November 2009

Gemeinsam mit der Evangelischen Allianz (www.ead.de) und OpenDoors (www.opendoors-de.org) wollen wir zum Weltweiten Gebetstag für verfolgte Christen am 8. November 2009 (offizieller Ausweichtermin 15.11.09) aufrufen! Betet gemeinsam weltweit für Christen, die ihren Glauben nicht so frei ausleben dürfen, wie wir. Dieses Jahr wird insbesondere für Indien, Laos und Zentralasien gebetet...
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Republik Indien |
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Fläche:
Einwohner:
Völker:
Religionen: |
3,29 Mio. km² (mehr als 9mal so groß wie Deutschland)
1,1 Mrd.
4.635 Völker; die Einteilung in 6.400 Kasten ist aber
wichtiger
Hindus (80%), Muslime (13%), Christen (2,3%; davon
Prot. 39%, Kath. 29,2%; Evangelikale 1,8% der Einw.),
Sikhs (1,8%), Traditionelle Religionen (1,4%), Buddhisten
(0,8%), Jainiten (0,35%) (Zahlen aufgrund des
offiziellen Zensus 2001, Schätzungen gehen von bis zu
6% Christen aus)
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Hintergrundinformationen: Jahrzehntelang lebten Christen in der größten Demokratie der Welt in relativem
Frieden mit den Anhängern anderer Religionen. Für einige Teile
des Landes gilt dies heute noch. Doch nachdem die 80er Jahre vor allem
durch bürgerkriegsähnliche Kämpfe zwischen Hindus und Sikhs und Hindus
und Muslimen bestimmt waren, bekämpfte seit Anfang der 90er Jahre die
radikal-hinduistische Bewegung Rashtriya Swayamsewak (RSS) Muslime und
Christen, vor allem die Dalits (Kastenlosen) unter ihnen, mit zunehmender
Gewalt. Im März 1998 wurde deren politischer Arm, die nationalistische
Hindupartei ‚Indische Volkspartei‘ (Bharatiya Janata Party, BJP), vorübergehend
Regierungspartei und ist es gegenwärtig in einigen Bundesstaaten.
7 Staaten haben Antibekehrungsgesetze eingeführt.
Seitdem nehmen Angriffe auf Christen im ganzen Land Jahr für Jahr zu.
Nonnen werden vergewaltigt, Evangelisten verprügelt, Missionare und einzelne
Christen getötet, Kinderheime, Kirchen und Klöster zerstört. Die katholischen
Bischöfe, der Nationale Kirchenrat und die Evangelische Allianz in Indien haben Präsident
und Regierung mehrfach
offiziell aufgefordert, dem
Treiben hinduistischer
Extremisten gegen Christen
ein Ende zu bereiten.
Außerdem drohen Christen
zwischen die Fronten
radikaler Hindus und radikaler
Muslime zu geraten. 1964–1996 wurden 38 Übergriffe von Hindus
gegen Christen registriert, im Jahr 1997 15, im Jahr 1998 und 1999 jährlich
ca. 150. Derzeit findet ein Anschlag ca. alle 36 Stunden statt.
Im Bundesstaat Orissa sind seit den ersten Angriffen Weihnachten 2007
über 500 Christen getötet worden, etwa 13.000 leben in Flüchtlingslagern,
Zigtausende verstecken sich in Wäldern. Erfreulicherweise hat die
fundamentalistische hinduistische Partei, die dahintersteckt, nicht nur die
jüngsten Bundeswahlen in Indien verloren, sondern mehr als die Hälfte der
Stimmen im Bundesstaat Orissa.
Gebet:
Vater im Himmel, du siehst die zunehmende Politisierung eines einflussreichen
Flügels des Hinduismus, der alle Nichthindus aus Indien vertreiben
möchte. Du siehst, dass viele deiner Kinder zunehmend in Furcht leben,
weil sie bedroht werden, nicht mehr ungestört die Straße betreten können
oder zwischen die Bürgerkriege zwischen Hindus und Muslimen zu geraten
drohen. Du siehst, dass deine Kinder in Orissa sterben und sich in Wäldern
verstecken mussten und dass Kinderheime niedergebrannt wurden.
Unser Gott, schenke du Indien Frieden! Sorge dafür, dass die in der Verfassung
verbrieften Rechte aller Inder, auch der Christen, von den Behörden
und der Regierung respektiert werden. Bewahre du die Christen, besonders
die einheimischen Pastoren, Evangelisten und Missionare im ganzen Land.
Bewahre du Kirchengebäude, Krankenhäuser und Schulen. Verhindere du,
dass deine Kirche, die es schon seit fast 2000 Jahren in Indien gibt, nach
einer langen Zeit relativer Ruhe nun in eine Zeit dauerhafter Christenverfolgung
gerät.
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Demokratische Volksrepublik Laos |
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Fläche:
Einwohner:
Völker:
Einkommen:
Religionen: |
236.800 km², Teil von Indochina
6,8 Mio.
Komplexes Gemisch aus 138 Volksgruppen
pro Kopf 440 € (1,4% von Deutschland)
Buddhisten 62%; Stammesreligionen 31%; Nichtreligiöse
4%; Muslime 1,1%; Christen 1,9% (Kath. 0,66%;
Prot. 0,82%; Unabhängige 0,37%; praktisch alle nichtkatholischen
Christen sind evangelikal)
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Hintergrundinformationen: Das buddhistische Laos, einer
der letzten kommunistischen
Staaten der Welt, ist zwar klein
und der Öffentlichkeit nicht
bekannt, gehört aber leider zu
den Ländern, in denen Christen
am stärksten verfolgt werden.
Laotische und vietnamesische
kommunistische Armeen eroberten
das ganze Land 1975.
Die Regierung lehnt sich stark an die Politik von Vietnam an, auch wenn
viele Laoten dies nicht wünschen. Die kommunistischen Führer haben die
volle politische Kontrolle über das Land, obwohl die Wirtschaft liberalisiert
wird. Der Vietnamkrieg, marxistische Wirtschaftsprinzipien, die Flucht gut
ausgebildeter Arbeiter, ein bürokratisches Durcheinander und das Fehlen
kostengünstiger Verkehrsverbindungen über das Meer machen Laos zu einem
der ärmsten Länder Asiens.
Die kommunistische Verfolgung der Christen zwischen 1975 und 1978 war
sehr schwer. Die Beschränkungen wurden gelockert, obwohl die Kirchen
weiterhin als potentiell subversiv angesehen und überwacht werden und öffentliche
Evangelisation usw. nicht möglich sind. Der Buddhismus gewinnt
teilweise seinen alten Einfluss wieder und verbündet sich teilweise mit dem
Staat gegen die Christen.
Jagd auf Christen, Gefängnis und Tod sind keine Seltenheit. Die Verfolgung
geht sowohl von den örtlichen kommunistischen Behörden als auch von
buddhistischen Nachbarn aus. 1999 wurde das Christentum offiziell zum
Staatsfeind Nr. 1 ernannt. In den letzten Jahren gab es leichte Verbesserungen.
So wurden etwa erste Kirchen wieder eröffnet und Ordinationen
zugelassen.
2008 wurden beispielsweise ein Pastor und einige Teenager inhaftiert, weil
sie ihren Glauben nicht schriftlich widerriefen. Der Pastor wurde zu lebenslanger
Haftstrafe verurteilt, die Teenager werden freigelassen, sobald sie
ihren Glauben widerrufen. In dem Dorf Ban Sai Jarern wurde 2008 eine
Gemeinde von 1.900 Besuchern solange schikaniert und bedroht – so wurden
200 Männer als Rebellen inhaftiert, 13 Christen bei Hausdurchsuchungen
erschossen, Besitz und Land konfisziert –, sodass sich jetzt nur noch
20 mutige Christen treffen.
Die Katholiken sind überwiegend vietnamesischer Herkunft und haben deswegen
zusätzlich unter Rassismus zu leiden. 1975 wurde die katholische
Kirche komplett enteignet, ein Bistum wird bis heute nicht zugelassen. Die
doppelte Verfolgung erleben die Evangelikalen ähnlich, da sie überwiegend
ethnischen Minderheiten angehören. Zudem werden sie der Kollaboration
mit den USA verdächtigt.
Gebet:
Gott, im Himmel, du Vater unseres Herrn Jesus Christus, sei den Christen in
Laos ein liebender Vater und tröste und schütze sie. Seit dreieinhalb Jahrzehnten
kann deine Gemeinde ihren Glauben nicht mehr offen leben, verliert
Freiheit und Besitz und wird immer neu als staatsfeindlich verleumdet.
Erbarme dich der kleinen und großen Machthaber, dass sie zur Gerechtigkeit
zurückkehren und deine Güte und Liebe erkennen.
Du siehst, dass fast alle Christen im Land im Untergrund leben. Stärke du
deine Gemeinde, gib ihr Kraft und schenke ihr Liebe für ihre Feinde. Amen.
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Zentralasien |
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Aserbaidschan:
Kasachstan:
Kirgistan:
Tadschikistan:
Turkmenistan:
Usbekistan: |
8,5 Mio.; Muslime 96%; orthodoxe Christen 4,3%;
Evangelikale 20.000
15 Mio.; Muslime 65%; orthodoxe Christen 30%;
Katholiken 2%; Evangelikale: 12.000 (ohne deutschstämmige
Lutheraner)
5 Mio.; Muslime 75%; orthodoxe Christen 20%;
Evangelikale: 12.000 (?)
7,3 Mio.; Muslime 97’%; orthodoxe Christen 1%;
Evangelikale 12.000
5 Mio.; Muslime 92%; orthodoxe Christen 5%;
Evangelikale 2.000
27 Mio.; Muslime 90%; russisch-orthodoxe Christen:
8.000; Evangelikale 25.000
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Hintergrundinformationen: In ganz Zentralasien ist es um die Religionsfreiheit schlecht bestellt, und
die Situation verschlechtert sich weiter. Von internationalen Menschenrechtsstandards
geschützte Rechte werden abgeschafft oder existieren
nicht mehr.
Die Beweise sind erdrückend: Die wesentlichen Verletzungen der Religionsfreiheit,
denen Christen und andere Religionsgemeinschaften ausgesetzt
sind, werden von Regierungen verursacht. Regierende Politiker wollen die
Macht mit allen Mitteln behalten. Um an der Macht zu bleiben, „müssen“
sie die Tätigkeit gesellschaftlicher Bewegungen wie der Kirchen kontrollieren
oder einschränken.
Die zahlenmäßig größte Religionsgemeinschaft ist in allen zentralasiatischen
Staaten der Islam. Die Regierungen sind sehr bemüht, die islamische
Gemeinschaft durch willfährige Leitungsorgane und andere Instrumente von
innen zu kontrollieren. Nicht der staatlichen Kontrolle unterworfene Formen
des Islam können streng bestraft werden.
Aserbaidschan: Die Registrierung von Gemeinden und die Publikation
christlicher Medien ist aufgrund des soeben verabschiedeten sehr problematischen
Religionsgesetzes praktisch unmöglich. Russen dürfen ruhig
Christen werden, aber nicht die Mehrheit der Aseris. Polizeirazzien bei Versammlungen
protestantischer Gemeinschaften und anderer religiöser Minderheiten
sind an der Tagesordnung. Der Konflikt mit Armenien belastet
auch die Religionsfrage.
Kasachstan: Gott sei Dank wurde ein Gesetz, durch das die Religionsfreiheit
ernsthaft eingeschränkt und kleine religiöse Gruppen praktisch zu Terroristen
erklärt worden wären, vom Verfassungsgericht abgelehnt. Die örtlichen
Behörden sind sehr gegen die Christen eingestellt. Immer wieder kommt es
zu Razzien gegen Minderheitenreligionen und werden Versuche unternommen,
deren Gebäude zu beschlagnahmen.
Kirgistan: Soeben wurde ein neues Religionsgesetz verabschiedet, durch
das die Religionsfreiheit ernsthaft eingeschränkt wird. So ist die Registrierung
von religiösen Gruppen praktisch unmöglich und es ist verboten, dass
Kinder an religiösen Veranstaltungen teilnehmen. Bei Beerdigungen von
Nichtmuslimen kommt es regelmäßig zu Ausschreitungen.
Tadschikistan: Hier geht die Verfolgung weniger vom Staat aus als von muslimischen
Familien und Nachbarn, die von iranischer Propaganda aufgestachelt
werden. Die Verabschiedung eines neuen Religionsgesetzes, durch
das die Religionsfreiheit stark eingeschränkt wird, steht unmittelbar bevor.
Es verbietet die Herstellung oder den Vertrieb jedweder religiöser Literatur
ohne staatliche Genehmigung. Die Regierung droht mit dem Abbruch von
Kirchen.
Turkmenistan: Das Land zählt mit Nordkorea zu den repressivsten der Welt.
Es gibt keinerlei Opposition. Behörden und muslimische Geistliche setzen
Konvertiten vom Islam zum Christentum schwer zu. Alle protestantischen
Kirchen wurden abgerissen. Versammlungen aus religiösen Gründen sind
verboten.
Usbekistan: Seit 2005 wendet sich der Staat massiv gegen Christen, die als
Anhänger des Westens und als Extremisten angesehen werden. Der Druck
von religiösen Büchern wird mit drei Jahren Gefängnis bestraft. Die Betätigung
nicht registrierter Religionsgemeinschaften ist verboten, wovon etwa
alle protestantischen Gemeinschaften im Nordwesten des Landes betroffen
sind. Die Anwendung von Folter gegen grundlos festgenommene Bürger ist
an der Tagesordnung.
Gebet:
Unser Herr Jesus Christus, die Christen der islamischen Länder Zentralasiens
haben bereits unter der sowjetischen Herrschaft Schlimmes erlebt. Aber
trotz des Falles des Kommunismus sind sie nur vom Regen in die Traufe
gekommen und müssen seitdem unter Postkommunisten und Muslimen für
ihren Glauben leiden. Stärke du deine kleine Gemeinde, gib ihr Kraft und
schenke ihr Liebe für ihre Feinde.
Wir bitten dich für die vielen Regierungen und Herrscher, dass sie erkennen,
dass du sie eingesetzt hast, um Gerechtigkeit für Land und Volk zu bewirken.
Lass sie umkehren oder ersetze sie durch gerechte Demokraten.
Herr Jesus, wir bitten dich auch für die vielen Namenschristen, die oft
überhaupt keine Ahnung vom christlichen Glauben haben und mit den fanatischen
Muslimen gemeinsame Sache gegen deine Kinder machen. Offenbare
du dich ihnen, wie du dich Paulus offenbart hast, damit sie von Verfolgern
und Anstiftern zu deinen frohen Boten werden. Amen.
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Man kann sich das Geschriebene auch in einer pdf-File runterladen und verbreiten, ausdrucken oder ähnliches:
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Weltweiter Gebetstag für verfolgte Christen am 8. November 2009 (o. 15.11.09): |
wgfvch09.pdf (pdf; 573 KB)
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Weltvervolgungsindex - Karte von OpenDoors: |
weltkarte.pdf (pdf; 2,75 MB)
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Link zu OpenDoors (Möglichkeit Material für Gottesdienst, Kinderstunde, usw. zu bestellen) |
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(Quelle: Alle Informationen (die Texte) und Bilder mit freundlicher Genehmigung der Deutschen Evangelischen Allianz und OpenDoors, Mehr Infos unter: http://www.ead.de/gebet/gebetstag-fuer-verfolgte-christen)
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